ZEITUNGSBERICHTE

PFLEGEHEIMPLÄTZE

In zwei Berichten der Kleinen Zeitung Anfang Dezember konnten wir schwarz auf weiß lesen, was wir schon seit mehreren Jahren erleben: Kaum jemand, der dringend einen Pflegeheimplatz benötigt, bekommt auch kurzfristig einen Platz zur Verfügung gestellt.

Um diesen für alle Beteiligten nicht zufriedenstellenden Umstand bekämpfen zu können, muss man erst einmal verstehen, was die Auslöser sind.

  1. Die Bevölkerung wird immer älter – das ist längst kein Geheimnis.
  2. Die Menschen können ihre Pension immer später erst antreten und fallen dadurch als potentielle Pflegekräfte zu Hause aus – auch das ist eine bekannte Tatsache.
  3. Dass die Unterbringung im Pflegeheim in vielen Fällen auch eine äußerst günstige Variante für die Betroffenen darstellt, ist erst seit 2 Jahren durch die Abschaffung der Zuzahlung aus dem Vermögen der Betroffenen Fakt.
  4. Die Pflegeheime bieten heut zu tage eine Versorgungsqualität an, die man im häuslichen Umfeld nicht mehr zur Verfügung stellen kann. Weder vom Pflegequalitätslevel her noch vom Angebot an Unterhaltung und Erlebnis.

Durch diese Gründe wird der Einzug in ein Pflegeheim immer attraktiver und die Warteschlange vor den Türen der Heime wächst und wächst.

Wir haben bereits vor vielen Jahren darauf reagiert und die Senioren-Tagesbetreuung ins Leben gerufen. Aber auch hier sind wir wie im Pflegeheim nun schon voll ausgelastet und können nur mehr Personen in Betreuung nehmen, wenn eine andere Person das Angebot nicht mehr benötigt.

Um unseren Teil dazu beizutragen, die Versorgungssituation der alten Menschen in unserem Bezirk zu verbessern, werden wir unser Haus vergrößern. Voraussichtlich im Herbst 2021 werden wir mit dem Bau beginnen, bis dahin versuchen wir, uns in jeder Hinsicht bestens darauf vorzubereiten.

Der Zubau wird 39 Pflegeheimplätze in Einzelzimmern umfassen. Daneben werden auch die Tagesbetreuungsplätze auf max. 16 Personen täglich verdoppelt werden. Ende 2022 planen wir die Eröffnung.

Für alles, was an sonstigen Unterstützungsangeboten für die ältere Bevölkerung auf die Beine zu stellen ist, müssen von politischer Seite her auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier denke ich an barrierefreie Wohnmöglichkeiten, Einkaufsdienste, Essen auf Rädern, Haushaltsentlastungsdienste, mobile Betreuungsdienste, Förderung der nachbarschaftlichen Hilfe. Da sind noch viele Aufgaben zu erledigen!

Ich wünsche ein schönes Weihnachtsfest, einen angenehmen Jahresausklang und ein tolles Jahr 2020!

Ihr Heimleiter Dir. Markus Gruber


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