Videotelefonie für Angehörige

Ab Montag, dem 23.3.2020 bieten wir den Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, per Videotelefonie in Kontakt zu treten. Dies wird mit allen Mobiltelefonen funktionieren, bei denen WhatsApp installiert ist.

1. Speichern Sie die Nummer 0664 8545653 unter dem Namen BPH Weiz in Ihre Kontakte

2. Senden Sie eine WhatsApp Nachricht mit dem Bewohnernamen an diese Nummer.

3. Haben Sie Geduld, wir werden Sie so bald möglich per Videoanruf zurückrufen. Wir arbeiten die Rückrufwünsche der Reihe nach ab, achten Sie bitte daher darauf, dass Sie ihr Handy griffbereit haben.

 

Die Herausforderungen des Lebens

DIE LEBENSABSCHNITTE

 

Im Leben stellen sich uns immer wieder alle möglichen Herausforderungen. In jungen Jahren haben viele mit Aufbau zu tun: Schule, Ausbildung, Beruf. Im mittleren Alter geht es dann um Familie, Karriere und die Pflege von Freundschaften. In einer relativ kurzen Phase geht es dann darum, sich nach dem Berufsleben neu zu finden.

Wenn es dann in Richtung hohes Alter geht, nimmt der Aktivitätslevel naturgemäß ab und soziale Interaktion und die Ziele im Leben werden weniger oder verschwinden. Genau das ist es aber, was uns bis ins hohe Alter gesund bleiben lassen würde: Ein aktives Leben mit viel Bewegung—sowohl körperlich wie auch geistig—und einer großen Auswahl an sozialen Kontakten. Natürlich spielt dabei auch die Ernährung eine große Rolle.

Ich höre sehr oft von Schilderungen älteren Menschen, wie einsam und alleine sie sich fühlen. Sie schaffen es nicht mehr den Alltag zu bewältigen und spielen dann mit dem Gedanken, in ein Pflegeheim zu ziehen. Ist der Schritt dann einmal getan, passiert sehr oft etwas Wunderbares. Der Mensch wird wieder aktiver, er findet aus seiner Einsamkeit und Lethargie heraus. Das mündet dann manchmal in die Aussage „So gut wie hier im Heim ist es mir schon lange nicht mehr gegangen“.

Da ist aber dann gar nicht in erster Linie das Pflegeheim daran schuld, sondern alleine die Tatsache, dass das Leben wieder mehr Herausforderungen bietet. Täglich begegnet man Menschen, die man mag und mit denen man Spaß hat und

etwas unternehmen kann. Man trifft auch täglich Menschen, die man nicht mag, über die man sich ärgert und mit denen man Konflikte auszutragen hat.

Durch unsere Arbeits-weise im Pflegeheim sind wir bemüht, darüber hinaus noch eine Reihe von Anreizen zu bieten, sich zu bewegen und mit anderen zu diskutieren.

Denken Sie nur an den Garten oder an die Tiere. Fast jeden Tag gibt es etwas Neues zu sehen, worüber man sich unterhalten oder manchmal auch aufregen kann. Oder denken Sie an die Veranstaltungen im Haus. Tagelang freut man sich auf etwas, dann findet es endlich statt und man hat wieder etwas, worüber man sich unterhalten kann. Jetzt würde man sagen, man reflektiert das Erlebte.

Neu sind in dieser Hinsicht auch die Landschaftsfotos, die wir aus dem Fundus des Fotografen Werner Steinkellner ausgesucht haben. In allen Stockwerken begegnet uns ein Stück unserer Umgebung. Vom Kulm über Weiz bis ins Almenland und den Passailer Raum—und überall gibt es Geschichten und Erlebnisse dazu, die Ihnen einfallen könnten. Nutzen Sie doch einen Spaziergang durch die Gänge, um Ihrer Begleitung eine Geschichte zu erzählen und ein Erlebnis zu teilen oder jemandem eine Geschichte zu entlocken.

In diesem Sinne: Aktive Grüße!

 

Ihr Heimleiter Markus Gruber

ZEITUNGSBERICHTE

PFLEGEHEIMPLÄTZE

In zwei Berichten der Kleinen Zeitung Anfang Dezember konnten wir schwarz auf weiß lesen, was wir schon seit mehreren Jahren erleben: Kaum jemand, der dringend einen Pflegeheimplatz benötigt, bekommt auch kurzfristig einen Platz zur Verfügung gestellt.

Um diesen für alle Beteiligten nicht zufriedenstellenden Umstand bekämpfen zu können, muss man erst einmal verstehen, was die Auslöser sind.

  1. Die Bevölkerung wird immer älter – das ist längst kein Geheimnis.
  2. Die Menschen können ihre Pension immer später erst antreten und fallen dadurch als potentielle Pflegekräfte zu Hause aus – auch das ist eine bekannte Tatsache.
  3. Dass die Unterbringung im Pflegeheim in vielen Fällen auch eine äußerst günstige Variante für die Betroffenen darstellt, ist erst seit 2 Jahren durch die Abschaffung der Zuzahlung aus dem Vermögen der Betroffenen Fakt.
  4. Die Pflegeheime bieten heut zu tage eine Versorgungsqualität an, die man im häuslichen Umfeld nicht mehr zur Verfügung stellen kann. Weder vom Pflegequalitätslevel her noch vom Angebot an Unterhaltung und Erlebnis.

Durch diese Gründe wird der Einzug in ein Pflegeheim immer attraktiver und die Warteschlange vor den Türen der Heime wächst und wächst.

Wir haben bereits vor vielen Jahren darauf reagiert und die Senioren-Tagesbetreuung ins Leben gerufen. Aber auch hier sind wir wie im Pflegeheim nun schon voll ausgelastet und können nur mehr Personen in Betreuung nehmen, wenn eine andere Person das Angebot nicht mehr benötigt.

Um unseren Teil dazu beizutragen, die Versorgungssituation der alten Menschen in unserem Bezirk zu verbessern, werden wir unser Haus vergrößern. Voraussichtlich im Herbst 2021 werden wir mit dem Bau beginnen, bis dahin versuchen wir, uns in jeder Hinsicht bestens darauf vorzubereiten.

Der Zubau wird 39 Pflegeheimplätze in Einzelzimmern umfassen. Daneben werden auch die Tagesbetreuungsplätze auf max. 16 Personen täglich verdoppelt werden. Ende 2022 planen wir die Eröffnung.

Für alles, was an sonstigen Unterstützungsangeboten für die ältere Bevölkerung auf die Beine zu stellen ist, müssen von politischer Seite her auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier denke ich an barrierefreie Wohnmöglichkeiten, Einkaufsdienste, Essen auf Rädern, Haushaltsentlastungsdienste, mobile Betreuungsdienste, Förderung der nachbarschaftlichen Hilfe. Da sind noch viele Aufgaben zu erledigen!

Ich wünsche ein schönes Weihnachtsfest, einen angenehmen Jahresausklang und ein tolles Jahr 2020!

Ihr Heimleiter Dir. Markus Gruber


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