NQZ

NQZ—Nationales Qualitätszertifikat für Alten– und Pflegeheime

Nun ist es endlich soweit, dass wir diese begehrte Auszeichnung auch tatsächlich in Händen halten dürfen. Die Sozialministerin Mag. Beate Hartinger-Klein hat in einer feierlichen Zeremonie im festlichen Marmorsaal des Sozialministeriums in Wien die Auszeichnungsurkunde und die dazugehörige Tafel an die Abordnung des BPH Weiz übergeben. Mit dabei war auch der Nationalratsabgeordnete Ernst Gödl (SHV Obmann des Bezirkes Graz-Umgebung), DI Rudolf Grabner (SHV Obmann des Bezirkes Weiz) und unsere Zertifiziererin Mag. Doris Kollar-Plasser aus Gmunden.

„Ich bin stolz, dass immer mehr Alten- und Pflegeheime in Österreich auf systematische Qualitätsentwicklung setzen und dabei das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt stellen“, so Sozialministerin Beate Hartinger-Klein, und sie führt weiter aus: „Es ist mir ein großes Anliegen die Leistungen der Alten- und Pflegeheime zu würdigen und die massive Weiterentwicklung der gesamten Branche sichtbar zu machen“.

Das nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime (NQZ) ist aus einer beispielgebenden Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Alten- und Pflegeheimen sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Altenarbeit hervorgegangen. Es bestätigt das Bemühen ein Umfeld zu schaffen, damit ein Leben wie daheim möglich wird. Unabhängige Expertinnen und Experten mit Branchenerfahrung bewerten im Auftrag des Sozialministeriums und der Länder regelmäßig die Anstrengungen der Einrichtungen, damit es den Menschen gut geht. Ziel der NQZ-zertifizierten Alten- und Pflegeheime in Österreich ist es, ein Ort zu sein, an dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen. Das NQZ unterstützt die Häuser bei der Umsetzung dieses Zieles, damit die Bewohnerinnen und Bewohner wertgeschätzt ihren Lebensabend verbringen und im neuen Daheim bestmöglich begleitet werden können.

 

Ihr Heimleiter Dir. Markus Gruber

Kollektivvertragsverhandlungen

Wir streiken !!!

Die jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen fördern in vielen Branchen immer wieder dieses letzte Druckmittel der Arbeitnehmerseite zu Tage. Leider ist dies nun auch in den Kollektivvertragsverhandlungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft Österreich geschehen.

Grundsätzlich kann ich die Argumente beider Seiten verstehen und sehr gut nachvollziehen:

Arbeitnehmerseite: die enormen Belastungen in den Pflegeberufen sind bekannt und daher sind die Forderungen von entsprechenden Entlastungsmaßnahmen (Reduktion der Arbeitszeit, zusätzlicher Urlaubstag, etc.) einerseits und Maßnahmen, um die Pflegeberufe zu attraktivieren (z.B. bessere Entlohnung) andererseits durchaus nachvollziehbar.

Arbeitgeberseite: man muss festhalten, dass die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, die angestrebten Verbesserungen kaum zulassen. So bilden sich deutlich höhere Lohnabschlüsse nicht in den Tarifen ab, die wiederum von den Ländern vorgegeben werden. Ebenso bedeutet eine Reduktion der Arbeitszeit von 38h auf 35h nicht nur eine Erhöhung der Kosten, sondern es wären ca. 8% mehr an Pflege- und Betreuungspersonen  erforderlich, um die erforderliche Arbeitsleistung abzudecken – Personal, das bereits heute in vielen Regionen massiv fehlt.

Das Ganze sieht nach einer Patt-Stellung aus, die schwer zu lösen sein wird. Ob ein Streik das probate Mittel dazu sein kann, ist schwer vorstellbar. Er erzeugt nämlich Leid auf allen Ebenen.

Leid bei jenen die die Betreuung brauchen und nicht (vollumfänglich) bekommen, obwohl beteuert wird, dass die zu betreuenden Menschen es nicht spüren werden. Aber es bringt ja nichts, wenn nur die streiken, die gerade frei haben;

Leid bei jenen, die gerne eine für alle zufriedenstellende Leistung abliefern möchten. Menschen, die sich für den Pflegebereich als Beruf entscheiden, möchten den von ihnen betreuten Menschen das Leben so angenehm wie möglich machen und sich selbst am Abend im Spiegel anschauen im Wissen, einen guten Job gemacht zu haben;

Leid bei den Verhandlungspartnern, denn jede einseitige Maßnahme erzeugt neben Druck auch nachhaltige Wunden, die bei Verhandlungen in der Zukunft wieder aufbrechen könnten.

Ich meine, dass alle zurück an den Verhandlungstisch müssen und in fairen Gesprächen auf Augenhöhe einen tragfähigen Kompromiss ausverhandeln, und das im Bewusstsein um die Verantwortung für das Große Ganze.

Im Bezirkspflegeheim Weiz streikt niemand. Wir unterliegen ja nicht diesem Kollektivvertrag und sind damit nicht direkt von den Verhandlungen betroffen. Indirekt aber schon, da das Ergebnis mit Verspätung in den nächsten Jahren wohl auch bei uns zum Thema werden wird und uns die selben Auswirkungen und Probleme treffen werden.

 

Ihr Heimleiter Dir. Markus Gruber


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